Was sich Blogger von Autoren wünschen
Vielleicht bist du selbst Autor/Autorin, Bloggende/r oder einfach jemand, der an einem Blick hinter die Kulissen interessiert ist. In diesem Post gibt es eine kleine Liste an Dingen, die ich mir persönlich als Buchbloggerin nach knapp 4 Jahren in der Buchblogging-”Branche” von Autoren wünschen würde. Vielleicht inspiriert es den einen oder anderen Autor/Autorin, das im Umgang mit Bloggenden umzusetzen oder Bloggende finden sich in einigen Punkten wieder.
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Disclaimer: Dieser Post ist nicht dazu gedacht, jemanden anzugreifen und nicht gegen einzelne Personen gerichtet. Ich habe in der Vergangenheit fast ausschließlich positive Erfahrungen mit AutorInnen gemacht und freue mich jedes Mal über den Kontakt mit diesen wunderbaren und unfassbar talentierten Menschen. Diese Liste dient nur als Anregung.
Das wünschen sich Blogger von Autoren
Ein Rezensionsexemplar ist keine Garantie für eine positive Meinung
Wir freuen uns über jedes Rezensionsexemplar und wissen auch zu schätzen, dass ihr und/oder der Verlag Zeit und Geld in das Exemplar investiert. Gerade für Selfpublisher ist das immer mit einem erhöhten Risiko und Kosten verbunden.
Dennoch heißt ein Rezensionsexemplar nicht automatisch, dass wir das Buch mögen und eine positive Rezension verfassen werden. Im Idealfall fragen Bloggende nur Bücher an, von denen sie auch erwarten, sie zu mögen. Trotzdem können die Erwartungen von der Realität abweichen und wir könnten das Buch nicht so mögen wie erwartet. Je nach Vereinbarung posten wir dann entweder gar keine Rezension oder eben unsere ehrliche Meinung – dass uns das Buch nicht ganz so zugesagt hat. Das sollte natürlich unbedingt einem fairen und angemessenen Rahmen stattfinden, ohne jemanden zu beleidigen oder anzugreifen. Aber im Normalfall beschönigen wir unsere Meinung nicht, selbst wenn es ein Rezensionsexemplar ist.
Ich hatte die Erfahrung bisher zwar nur im Rahmen von Leserunden, bei denen man die Bücher gewonnen hat, aber auch da versuche ich bei meinen Rezensionen ehrlich zu sein. Denn für uns geht es auch darum, dass unsere Follower sich sicher sein können, immer unsere authentische Meinung zu hören und keine “gekaufte”.
Erkennt unsere Rolle an, euer Buch zu einem Bestseller zu machen
Es heißt, dass man eine Sache sieben Mal sehen muss, damit sie in Erinnerung bleibt und man sie auch im Alltag erkennt. Und auf Social Media können eure Bücher bei mehreren Bloggenden gezeigt werden und somit auch von mehr potentiellen Lesenden gesehen werden, die dann wiederum das Buch kaufen können. Gerade Blogtouren vor Beginn der Veröffentlichung können zu mehr Vorbestellungen und Verkäufen in der ersten Woche führen, was die Wahrscheinlichkeit auf einen Spiegel Bestseller erhöhen.
Das heißt natürlich nicht, dass nur Buchbloggende ein Buch zum Bestseller machen. In diesen Prozess spielen sehr viele Faktoren hinein, u.a. eben auch Buchbloggende, die nicht einfach nur Rezensionen schreiben oder lesen. Wir promoten Bücher, geben ihnen Sichtbarkeit, auch noch Jahre nach dem Erscheinungstag.
Setzt euch beim Verlag für Blogger ein
Das kann der Umstand sein, dass sie überhaupt auf Blogger setzen oder die Anregung, einer bestimmten Bloggerin eine Bloggerbox/ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen oder zu einem Event einzuladen. Blogger können für eure Marke als AutorInnen und für eure Bücher super wichtig und nützlich sein und durch Verlage müsst ihr euch nicht um den Kontakt und Versand zu ihnen kümmern.
Nutzt eure Reichweite auch für kleine Bloggende
Das kann nicht nur Wertschätzung zeigen, sondern einen Account supporten, der dann wiederum zu einem späteren Zeitpunkt euer Buch vermarkten kann. Und glaubt mir, wir merken uns, wer uns supportet hat. Kyra Groh hat beispielsweise einen meiner Beiträge in ihrer Story gepostet und ich hatte danach zehn Mal so viele Views auf diesen Post wie sonst üblich. Das wiederum ist auch förderlich für Kyra, weil der Algorithmus diesen Post mit ihren Büchern wieder mehr Menschen anzeigt. Eine Win-Win-Situation für alle.
Wertschätzung – für Accounts jeder Größe
Okay, don’t get me wrong. Jede Autorin und jeder Autor entscheidet selbst, wie viel Zeit sie oder er auf Social Media verbringt und ich freue mich natürlich auch, wenn die Bücher schneller erscheinen, wenn sie dafür weniger auf Social Media sind. AutorInnen schreiben an erster Stelle Bücher und sollten nicht zusätzlich selbst fürs Marketing verantwortlich sein. Nur müssen sie das oft sein, gerade im Selfpublishing oder wenn sie im Verlag kein großes Marketingbudget bekommen.
Da sind Buchbloggende umso wichtiger. Und zwar alle, große und kleine. Wir machen uns alle die Mühe, Reels, Fotos und Grafiken zu Büchern zu erstellen und stundenlang mit der Community darüber zu sprechen. Umso mehr freuen wir uns dann über ein Like (das reicht schon und es muss auch nicht auf jedem einzelnen Post sein und auch nur, wenn man die/den AutorIn markiert hat), einen Kommentar oder einen Repost in der Story. Und selbstverständlich auch nicht in Rezension, in denen man markiert wurde, und die negativ über das Buch herziehen.
Gerade als kleiner Account kommt das seltener vor, was ich verstehen kann – wir bringen keine große Reichweite und da ist es irgendwo nur logisch, erst die Kontakte mit mehr Reichweite zu pflegen. Am Ende ist das auch ein Business, mit dem man seinen Lebensunterhalt finanziert. Auch bei bekannten AutorInnen, die garantiert in sehr vielen Beiträgen markiert werden, oder gar internationalen AutorInnen, die meine deutsche Rezension gar nicht verstehen, habe ich Verständnis, dass man da nicht kommentiert oder jeden Post sieht. Trotzdem schaffen es einige meiner liebsten AutorInnen, regelmäßig zu kommentieren und zu liken, teilweise auch bei Beiträgen, in denen ich sie gar nicht markiert habe (ganz viel Liebe an Franzi Kopka an dieser Stelle). Und das macht mich als Bloggerin nicht nur glücklich, es bringt mich auch dazu, eher weiteren Content über Bücher dieser AutorInnen zu machen und weitere Bücher von ihnen zu lesen.
Kurzum: Es muss nicht immer sein, es muss nicht viel sein, aber hin und wieder ein Like zeigt, dass auch AutorInnen unsere Arbeit wertschätzt – auch die von kleineren Accounts.
Was wünscht ihr AutorInnen von uns Bloggenden? Gibt es noch mehr Punkte, die wir Bloggenden uns von AutorInnen wünschen, die ich vergessen habe? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!
Viel Spaß beim Schmökern
Pearl Diver of Books