Mythen über Buchblogger, die nicht stimmen
unbezahlte Werbung wegen Markennennung, selbstgekauft
Buchblogger lesen den ganzen Tag. Auf Booktok lesen sie doch immer nur die drei gleichen Bücher. Wenn da “Werbung” steht, ist die Meinung sowieso nur gekauft. Das sind nur drei von so, so vielen Mythen über Buchblogger, die einfach nicht stimmen. Ja, es gibt Mythen, die stimmen, aber in diesem Post möchte ich mit denjenigen aufräumen, die nicht stimmen und die ich persönlich auch einfach nicht mehr hören kann.
- Mythen über Buchblogger, die nicht stimmen
- Buchblogger lesen rund um die Uhr
- “Werbung” bedeutet automatisch, dass die Meinung gekauft ist und ich ihr nicht trauen kann
- Jede hat ein riesiges PR-Paket-Regal voller kostenloser Bücher
- Man muss Photoshop-ExpertIn sein, um Bookstagram zu machen
- Ja, ich könnte ja auch einen Booktok Account starten und erfolgreich werden, das ist nicht schwierig
Mythen über Buchblogger, die nicht stimmen
Disclaimer: Das sind meine persönliche Meinung und Erfahrungen. Vielleicht hast du etwas ganz anderes erlebt, dann ist das völlig fein und ich freue mich auf deine Sichtweise in den Kommentaren.
Buchblogger lesen rund um die Uhr
Nur weil wir BuchbloggerInnen sind, heißt das nicht, dass unser Tag mehr als 24 Stunden hat und wir ständig lesen. Wir haben nur, wie viele Bookies, die Fähigkeit entwickelt, kleine Lesesessions in unser Leben einzubauen, z.B. indem wir Hörbücher hören oder immer ein Buch dabei haben, um auch beim Warten auf die Bahn zu lesen. Das heißt aber nicht, dass wir ständig lesen. Auch wir haben einen Beruf, Beziehungen, die es zu pflegen gilt, und können leider (noch) nicht von Luft und Liebe leben. Und leider fallen auch wir manchmal in eine Leseflaute und lesen tagelang gar nichts.
“Werbung” bedeutet automatisch, dass die Meinung gekauft ist und ich ihr nicht trauen kann
Okay, das ist ein Mythos, den ich nicht mehr hören kann. Nein, nur weil da “Werbung” steht, heißt das nicht, dass die Meinung gekauft ist und man ihr nicht mehr trauen kann. Das würde bedeuten, dass ALLE meine Posts Werbung sind und I wish.
Dass bei sehr vielen Buchbloggenden am Anfang der Caption “Werbung” steht, hat den einfachen Hintergrund, dass uns das Gesetz das so vorschreibt. Ja, auch wenn wir für unser Video oder unseren Blogbeitrag gar nicht bezahlt werden oder kein Rezensionsexemplar bekommen haben. Denn sobald wir etwas Positives über ein Buch sagen, machen wir Werbung dafür, beeinflussen das Kaufverhalten der ZuschauerInnen und das ist eine Grauzone (ich bin keine Juristin und das hier ist keine Rechtsberatung, nur kurz angemerkt), bei der wir auf Nummer sicher gehen.
Jede hat ein riesiges PR-Paket-Regal voller kostenloser Bücher
Dass wir als Buchbloggende kostenlose Bücher bekommen, ist ein Mythos, der sich wacker hält. Dabei erhält nur ein Bruchteil von uns kostenlose Bücher von Verlagen – und selbst dann müssen wir sie trotzdem mit einer Rezension, unserer Reichweite und Steuern (ja, auf Rezensionsexemplare muss man Steuern zahlen) bezahlen. Und oftmals bekommt man die Bücher auch nicht einfach so spontan zugeschickt, weil der Verlag einen lieb hat, sondern muss sich in Onlineportalen praktisch darum schlagen.
Man muss Photoshop-ExpertIn sein, um Bookstagram zu machen
Wenn man sich diesen Blogpost von meinem 2022-Ich anschaut, weiß man, dass ich anfangs praktisch gar keine Bildskills hatte. Und auch wenn sich das mit Bookstagram geändert hat, habe ich ganz viel erst mit der Zeit gelernt. Welche Software ist die beste? Wann ist das beste Licht, um zu fotografieren? Wie bearbeite ich meine Bilder? Und auch nach vier Jahren als Buchbloggerin bin ich noch lange kein Profi, schon gar nicht in Photoshop oder anderen Bearbeitungssoftwares. Aber so, wie meine Skills aktuell sind, reichen sie für mich auch völlig aus.
Ja, ich könnte ja auch einen Booktok Account starten und erfolgreich werden, das ist nicht schwierig
Ja, Torben, könntest du? I wanna see you try. Ehrlich, versuch’s mal für ein paar Wochen und sag mir dann, WIE frustriert du bist.
Nein, mal Butter bei de Fische. Es ist sehr leicht dahergesagt, dass über zu Bücher zu sprechen, kein besonderes Talent erfordert. Vielleicht stimmt das, aber hinter einem Buchblog und Social Media steckt noch so viel mehr Arbeit wie z.B. Schneiden, Bildbearbeitung, Canva und sehr, sehr viel Kommunikation.
Und über den Aspekt des Erfolgs möchte ich gar nicht erst anfangen, weil man sich seeehr in die Sache reinhängen kann und trotzdem nicht “erfolgreich” wird. Was bedeutet “Erfolg” in der Bookbubble? Oberflächlich gesehen sind das viele Follower, Kooperationen und Rezensionsexemplare, die oft sehr vom Algorithmus abhängig sind. Doch man kann auch Erfolg haben, indem man neue Freundschaften knüpft oder jemandem das neue Lieblingsbuch vorstellt. In dieser Hinsicht kann man tatsächlich relativ “einfach” erfolgreich werden.
Stimmt ihr mit meinen Ansichten zu den Mythen überein? Welche Mythen über Buchbloggende kennt ihr noch?
Viel Spaß beim Schmökern
Pearl Diver of Books