Deshalb schreibe ich keine Buch Rezensionen mehr
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Buchblogs enthalten klassischerweise Buchrezensionen – immerhin bespricht man dort ja Bücher, wie sie einem gefallen haben und ob man sie weiterempfehlen würde. Auch auf Booktok und Bookstagram findet man überall Rezensionen. Doch ich habe mich dazu entschieden, keine Buch Rezensionen mehr zu schreiben – mehr oder weniger. Und das von der Person, die auf diesem Blog eine ausführliche Anleitung zu Buch Rezensionen hat. Warum ich keine Rezensionen mehr schreibe und was ich stattdessen mache, erkläre ich in diesem Post.
Deshalb schreibe ich keine Buch Rezensionen mehr
Niemand liest Buch Rezensionen
Ganz egal, ob es um diesen Blog oder meine Bookstagram- oder Booktok-Accounts geht – Rezensionen liest niemand. Gut, nicht niemand-niemand, sie werden durchaus gesehen, aber gemessen an anderen Posts merke ich an meinen Zahlen, dass sie untergehen. Gerade längere und ausführliche Rezensionen bekommen auf Social Media kaum Sichtbarkeit. Warum? Nun, der Content, den ich auf Social Media konsumiere und der auch auf meinen Accounts am besten performt, ist schnell zu lesen bzw. zu konsumieren und damit auch eher kurz gehalten. Lange Rezensionen, die ins Detail gehen, fallen da einfach raus. Gott bewahre, wenn eine Rezension in einem Post nicht mehr in die Caption passt und man im angepinnten Kommentar weiterlesen muss. Sowas performt meiner Erfahrung nach einfach schlechter als andere Formate.
Es gibt schon so viele Buch Rezensionen da draußen
Gerade bei bekannten Büchern ist man selbst nicht die erste oder letzte, die darüber spricht, wie gut oder schlecht einem das Buch gefallen hat und warum das so ist. Aber auch bei neu erschienenen oder eher unbekannten Büchern geht man schnell in der Fülle der anderen Rezensionen unter. Was an sich nichts Schlimmes ist, denn viele Rezensionen bringen viele verschiedene Meinungen und Perspektiven, die man so beim Lesen selbst gar nicht gesehen hat. Trotzdem sind Buch Rezensionen nicht unbedingt ein Alleinstellungsmerkmal beim Bloggen – es sei denn, man verändert die Art, wie man Rezensionen schreibt, passt den Stil oder das Format an. Dann können Buch Rezensionen durchaus zu einem Merkmal werden, das dich aus der Masse heraushebt.
Rezensionen kosten viel Zeit
Als ich noch lange Rezensionen geschrieben habe, sind dafür pro Rezension mindestens 15 Minuten draufgegangen. Und ja, das klingt nicht nach viel, aber über die Zeit läppert sich das. Und wenn man die Rezension schon geschrieben hat, will man sie natürlich auch teilen. Also macht man ein Reel oder Foto für Instagram oder einen Blogpost passend zur Rezension – auch alles Zeitfresser (besonders die Blogposts, haha). Wenn man Rezensionen zur Priorität macht, schafft man das locker. Aber ich möchte meine Energie und Zeit lieber in andere Projekte, in andere Formate stecken, die mir noch mehr Spaß machen.
Das heißt, du schreibst gar keine Buch Rezensionen mehr?
Nein.
Früher habe ich sehr ausführliche und lange Rezensionen geschrieben, die viel Zeit kosten. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, das Buch und meine Meinung in fünf bis sechs Sätzen zusammenzufassen. Etwas gekürzt lässt sich das gut in der Story posten und mit einigen weiteren Details oder zwei zusätzlichen Sätzen reicht es für mich auch absolut auf Plattformen wie Lovelybooks oder Lesejury als Rezension. Da ich nun nicht mehr so viel Zeit und Energie in diese kleinen, kurzen Rezensionen (die mehr ein Meinungsbild als eine ausführliche Rezension sind) investiere, verspüre ich auch nicht den Druck, daraus noch einen Instagram- oder Blogpost zu machen. Wenn mir ein Buch mal ganz besonders gefällt oder ich unbedingt näher darüber spreche, kann ich das immer noch in einer ausführlicheren Rezension tun. Nur bin ich mit dieser “Methode” nicht darauf gepolt, mein Hauptaugenmerk auf das Verfassen von Rezensionen zu legen.
Und ja, mir ist bewusst, dass Buchrezensionen davon leben, mehr in die Tiefe zu gehen und viele Aspekte des Buches aufzugreifen. Das möchte ich mit diesem Post niemandem absprechen, weil es wichtig ist, dass wir Bücher aus vielen und auch kritischen Perspektiven beleuchten. Doch als ich in die Buchbubble gekommen bin, habe ich immer den Druck verspürt, möglichst lange und detaillierte Rezensionen schreiben zu müssen, weil das ja alle machen. Dieser Post soll verdeutlichen, dass auch kurze Rezensionen ihre Vorteile haben, weil sie z.B. auch mehr Leute erreichen, die sich für einen kurzen Text eher die Zeit nehmen als für einen langen. Es ist okay, es nicht so zu machen wie viele andere. Es ist aber auch okay, es genauso zu machen wie die anderen.
Schreibst oder liest du oft Rezensionen? Lieber kürzere, längere oder ist dir das egal? Lass es mich super gerne in den Kommentaren wissen!
Viel Spaß beim Schmökern
Pearl Diver of Books